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Hein 2019
Entwicklungsländer nach 1945
Teil 8-2: Verschuldungskrise und Strukturanpassung - Neoliberalismus statt Neuer Weltwirtschaftsordnung. Zweiter Teil
Inhalt: Die Verschuldungskrise stellt die Folge des strukturellen Zahlungsbilanzproblems der Strategie binnenmarktorientierter Industrialisierung sowie der weltwirtschaftlichen Entwicklung der 1970er Jahre dar, die eine weitere Verschuldung zunächst erleichterte und dann durch einen raschen Anstieg des internationalen Zinsniveaus bestrafte. Die Strukturanpassungspolitik als Reaktion auf die Verschuldungskrise bildete den Hebel, um die Entwicklungsländer an die sich verändernde ökonomische Entwicklungsdynamik der Industrieländer anzupassen, d.h. in den Prozess einer post-fordistischen Globalisierung zu integrieren. Der sog. Washington Consensus fasst die zentralen Inhalte von Strukturanpassungsprogrammen zusammen. Die Zunahme wirtschaftlicher und sozialer Ungleichheit führt zu Forderungen nach „Strukturanpassung mit menschlichem Antlitz“ – eine Richtung, in die die internationalen Finanzinstitutionen in den 1990er Jahren einschwenken.

Der Film ist mit 4 PDF-Folien unterlegt. Das Skript umfasst 5 Seiten Text. HINWEIS: Dies ist der ZWEITE Teil der Vorlesung Teil 8: Verschuldungskrise und Strukturanpassung - Neoliberalismus statt Neuer Weltwirtschaftsordnung.
Skriptauszug: Damit wurde ein grundsätzliches Dilemma immer deutlicher: Obwohl gerade staatliche Politik als zentrale Ursache vieler sozioökonomischen Fehlentwicklungen diagnostiziert wurde, mussten Strukturanpassungsprogramme mit den Regierungen als einzig formal legitimierten Kooperationspartnern verhandelt und durchgeführt werden. Forderungen nach politischen Reformen, die das Entstehen verantwortlicher politischer Strukturen und die Voraussetzungen für kompetente Wirtschaftspolitik ermöglichten ("good governance"), wurden zu einem zentralen Element der Programme.

Politische Konditionalität im Sinne der Forderung nach „Good governance“ spielten ab Ende der 1980er Jahre eine zunehmende Rolle. Solange diese sich auf Aspekte der makroökonomischen Steuerung oder auch der formalen Übernahme von Charakteristika westlicher Demokratien beschränkten, waren diese Forderungen nicht unproblematisch, allerdings spielten später zunehmend Aspekte der sozialen Entwicklung und einer effektiven demokr...
Stichwörter: Vortrag
Referent: PD Dr. Wolfgang Hein (Deutsches Übersee-Institut Hamburg)
Länge: 13.34 Minuten
  
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Hörbücher:
Christentum und europäische Kultur:www.hör-cds.de
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