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Hein 2019
Entwicklungsländer nach 1945
Teil 12: Inklusion durch Empowerment oder Widerstand gegen neoliberale Globalisierung als Wege zu einer anderen Welt?
Inhalt: Armutsbekämpfung ist ein Element der Entwicklung einer Global Polity; sie baut einerseits auf den Menschenrechten und den vielfach formulierten Zielen internationaler Organisationen auf, reagiert andererseits aber auch auf Folgen der durch die WTO kodifizierten Liberalisierung der Weltwirtschaftsordnung. Weltbank und IWF haben mit ihrer Poverty Reduction Strategy ein neues Instrument der Armutsbekämpfung entwickelt, das mit dem Begriff des „Empowerment“ die Notwendigkeit der Machtbildung in der Hand bisher ausgeschlossener sozialer Gruppen betont. Es besteht eine Wechselbeziehung zwischen Globalisierungsprozess, sozialer Ungleichheit und einem Komplex an Motivationen, gegen die Ungerechtigkeit zu kämpfen bzw. die Risiken, die dadurch entstehen, zu reduzieren. Die globalisierungskritische Bewegung ist Teil dieser Politik, beeinflusst sie, aber hat Schwierigkeiten, konkrete Utopien jenseits der Strukturen postfordistischer Globalisierung zu entwickeln. Der Film ist mit 7 PDF-Folien unterlegt. Das Skript umfasst 8 Seiten Text.
Skriptauszug: Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und Menschenrechtspakte der 1970er Jahre
Das Recht auf einen angemessenen Lebensstandard und „wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt“ wird in den verschiedensten UN-Dokumenten bekräftigt¸ es kann als internationales Grundrecht angesehen werden. Bereits die Charta der Vereinten Nationen impliziert wesentliche Ziele, die in Art. 23 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (1948) genauer formuliert worden sind:

„Jeder Mensch hat Anspruch auf eine Lebenshaltung, die seine und seiner Familie Gesundheit und Wohlbefinden, einschließlich Nahrung, Kleidung, Wohnung, ärztlicher Betreuung und der notwendigen Leistungen der sozialen Fürsorge, gewährleistet, er hat das Recht auf Sicherheit im Falle von Arbeitslosigkeit, Krankheit, Invalidität, Verwitwung, Alter oder von anderweitigem Verlust seiner Unterhaltsmittel durch unverschuldete Umstände.“ (Absatz 1)

Diese Rechte werden in dem im Dezember 1966 verabschiedeten Int...
Stichwörter: Vortrag
Referent: PD Dr. Wolfgang Hein (Deutsches Übersee-Institut Hamburg)
Länge: 21.45 Minuten
Empfehlungen: Entwicklungsländer nach 1945 Teil 11-1: Der krisenhafte Charakter ökonomischer Globalisierung und die Ansätze von Global Governance. Erster Teil >>> weiter
Literaturhinweise: Wolfgang Hein, Unterentwicklung. Krise der Peripherie, Opladen 1998
Joseph Stiglitz, Die Schatten der Globalisierung, dt., Berlin 2002
Eric J. Hobsbawm, The Age of Extremes. The Short Twentieth Century 1914-1991, London 1995 (auch deutsch: Das Zeitalter der Extreme, München 1998)
Development Policy Review, Nr.2/2003 (Bd. 21), Schwerpunktthema: Are PRSPs Making a Difference? The African Experience (hg. von Davod Booth)
Reinhart Kößler, Entwicklung (Einstiege, Nr.3), Münster 1998
Wolfgang Hein, „Globalisierung und Regionalentwicklung. Neue theoretische Ansätze und die Chancen des Empowerment durch Global Governance“, in: Nord-Süd aktuell, Nr.2/2002, S.214-234
  
 
Hörbücher:
Christentum und europäische Kultur:www.hör-cds.de
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