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Hein 2021
Entwicklungsländer nach 1945
Teil 11-1: Der krisenhafte Charakter ökonomischer Globalisierung und die Ansätze von Global Governance. Erster Teil
Inhalt: Der Globalisierungsprozess ist durch eine Vielzahl von Krisenphänomenen gekennzeichnet (Finanzkrisen, ökologische Krisen, Armut und Exklusion, prekäre Staatlichkeit, internationale Kriminalität, Terrorismus), die in vielfältiger Weise auch den Norden betreffen. Diese Gefahren sind Teil eines komplexen Motivationsmixes, der darüber hinaus die Entwicklung globaler Verantwortlichkeit (Menschenrechte, Entwicklung globaler Zivilgesellschaft) und die Notwendigkeit von Zugeständnissen in globalen Verhandlungen umfasst und der das Interesse an globaler politischer Problemlösung („Global governance“) auch im Norden erheblich verstärkt hat. Zu beobachten ist die Entwicklung eines globalen politischen Systems („global polity“) mit sich ausdifferenzierenden Institutionen, komplexen politischen Prozessen und spezifischen Macht- und Herrschaftsstrukturen. Mit der Entwicklung weltgesellschaftlicher Zusammenhänge verlieren nationale Identitäten tendenziell an Bedeutung. Der Film ist mit 2 PDF-Folien unterlegt. Das Skript umfasst 4 Seiten Text. HINWEIS: Dies ist der ERSTE Teil der Vorlesung Teil 11-1: Der krisenhafte Charakter ökonomischer Globalisierung und die Ansätze von Global Governance.
Skriptauszug: Ökologische Krisen: Globale Umweltprobleme sind der Prototyp von Phänomenen, die vor territorialen Grenzen nicht Halt machen. Im Zusammenhang mit der UNCED-Konferenz in Rio 1992, den dort verabschiedeten Verträgen (Convention on Biodiversity; Framework Convention on Climate Change) und den Diskussionen um den Schutz der Regenwälder kam es zu erheblichen Kontroversen zwischen Industrie- und Entwicklungsländern über ein angebliches Öko-Diktat des Nordens. Auch auf die Problematik der begrenzten Wasserressourcen und der Konflikte um Wasser ist in diesem Zusammenhang hinzuweisen. Zu beachten sind allerdings auch Umweltprobleme, die mit dem Armutskomplex zusammenhängen. Das betrifft etwa die landwirtschaftliche Nutzung sog. marginaler Böden, also von Flächen, die etwa aufgrund ihrer Hanglage eigentlich für die landwirtschaftliche Nutzung nicht geeignet sind oder industrielle Produktion, die nur dann wettbewerbsfähig ist, wenn sie auf Umweltbelange keine Rücksicht nimmt (Emissionen, Entsorgu...
Stichwörter: Vortrag
Referent: PD Dr. Wolfgang Hein (Deutsches Übersee-Institut Hamburg)
Länge: 12.20 Minuten
  
Empfehlungen: Entwicklungsländer nach 1945 Teil 10: Ende des real existierenden Sozialismus und die Folgen für die Entwicklungsländer >>> weiter
Entwicklungsländer nach 1945 Teil 12: Inklusion durch Empowerment oder Widerstand gegen neoliberale Globalisierung als Wege zu einer anderen Welt? >>> weiter
Literaturhinweise: David Landes, The Wealth and Poverty of Nations. Why Some Are So Rich and Some So Poor, London 1998
Peter J.Opitz (Hg.), Weltprobleme, München (Bayerische Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit), 4. Aufl. 1995
Eric J. Hobsbawm, The Age of Extremes. The Short Twentieth Century 1914-1991, London 1995 (auch deutsch: Das Zeitalter der Extreme, München 1998)
Peripherie, Heft 65/66, 1997, Schwerpunkt: Die Entwicklungstheorie ist tot – Es lebe die Theorie globaler Entwicklung! (hierin vor allem: Fachübersicht: Von der Theorie der Unterentwicklung zur Theorie globaler Vergesellschaftung, S.81-108)
Elmar Altvater/ Birgit Mahnkopf, Grenzen der Globalisierung. Ökonomie, Ökologie und Politik in der Weltgesellschaft, 4. völlig überarbeitete Aufl., Münster 1999
Ulrich Brand u.a, Global Governance. Alternative zur neoliberalen Globalisierung, Münster 2000
  
 
Hörbücher:
Christentum und europäische Kultur:www.hör-cds.de
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