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Hein 2019
Entwicklungsländer nach 1945
Teil 9-1: Differenzierungsprozesse im Süden - Ende der Dritten Welt? Erster Teil
Inhalt: Die Vorstellung der „Dritten Welt“ oder auch der „Entwicklungsländer“ als einer einheitlichen Gruppe von Ländern war primär politisch geprägt; unter sozio-ökonomischen Gesichtspunkten gab es immer erhebliche Differenzen zwischen Ländern, die dieser Gruppe zugerechnet wurden. Der Prozess postfordistischer Globalisierung führte jedoch zu einer Verstärkung dieser Unterschiede und auch zu einer Differenzierung von Interessen innerhalb der „Dritten Welt“. Dies hängt sowohl mit den Tendenzen postfordistischer Raumentwicklung als auch mit einer sehr unterschiedlichen „systemischen Wettbewerbsfähigkeit“ verschiedener Standorte in den Ländern des Südens zusammen. Eine Neudefinition von Entwicklungsstrategien in einer globalisierten Welt ist angesagt. Der Film ist mit 6 PDF-Folien unterlegt. Das Skript umfasst 5 Seiten Text. HINWEIS: Dies ist der ERSTE Teil der Vorlesung Teil 9: Differenzierungsprozesse im Süden - Ende der Dritten Welt?
Skriptauszug: Zunächst sind ein paar Worte zur Relativierung der scheinbaren „Einheit der Dritten Welt“ bis in die 1970er Jahre angebracht. Es gab natürlich auch zuvor erhebliche Differenzen im Entwicklungsstand und den politischen und gesellschaftlichen Strukturen verschiedener Regionen des Südens, doch ließen gewisse politische Faktoren diese in den Hintergrund treten. Genau genommen war die Vorstellung einer „einheitlichen Dritten Welt“ von vornherein eine Illusion, die zunächst durch Präsident Trumans Deklaration von „Unterentwicklung“ als einem der zentralen Probleme der Nachkriegswelt vorbereitet wurde. Damit wurde die Einteilung der Welt in „entwickelte“ Industrieländer und „unterentwickelte“ Agrarländer vorgenommen, ungeachtet der Tatsache, dass in der ersten Hälfte der 1950er Jahre Europa gerade einmal das 2,2fache Pro-Kopf-Einkommen von Lateinamerika hatte, Lateinamerika aber das 3,5fache von Asien. Der Nord-Süd-Konflikt bestärkte dann die Einheit der Länder des Südens in ihren Forderungen...
Stichwörter: Vortrag
Referent: PD Dr. Wolfgang Hein (Deutsches Übersee-Institut Hamburg)
Länge: 12.16 Minuten
  
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Literaturhinweise: Manuel Castells, Das Informationszeitalter, 3 Bde., dt. Opladen 2001-2003
David Landes, The Wealth and Poverty of Nations. Why Some Are So Rich and Some So Poor, London 1998
Ulrich Menzel, Das Ende der Dritten Welt und das Scheitern der großen Theorie, Frankfurt/M. 1992
Ulrich Menzel, Geschichte der Entwicklungstheorie. Einführung und systematische Bibliographie, Hamburg 1995 (3. Nochmals überarbeitete und erweiterte Aufl.)
Peter J.Opitz (Hg.), Weltprobleme, München (Bayerische Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit), 4. Aufl. 1995
Pierre Veltz, Mondialisation, Villes et Territoires, L’économie de l’archipel, Paris 1996
  
 
Hörbücher:
Christentum und europäische Kultur:www.hör-cds.de
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