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Hein 2020
Entwicklungsländer nach 1945
Teil 8-1: Verschuldungskrise und Strukturanpassung - Neoliberalismus statt Neuer Weltwirtschaftsordnung. Erster Teil
Inhalt: Die Verschuldungskrise stellt die Folge des strukturellen Zahlungsbilanzproblems der Strategie binnenmarktorientierter Industrialisierung sowie der weltwirtschaftlichen Entwicklung der 1970er Jahre dar, die eine weitere Verschuldung zunächst erleichterte und dann durch einen raschen Anstieg des internationalen Zinsniveaus bestrafte. Die Strukturanpassungspolitik als Reaktion auf die Verschuldungskrise bildete den Hebel, um die Entwicklungsländer an die sich verändernde ökonomische Entwicklungsdynamik der Industrieländer anzupassen, d.h. in den Prozess einer post-fordistischen Globalisierung zu integrieren. Der sog. Washington Consensus fasst die zentralen Inhalte von Strukturanpassungsprogrammen zusammen. Die Zunahme wirtschaftlicher und sozialer Ungleichheit führt zu Forderungen nach „Strukturanpassung mit menschlichem Antlitz“ – eine Richtung, in die die internationalen Finanzinstituti-onen in den 1990er Jahren einschwenken. Der Film ist mit 3 PDF-Folien unterlegt. Das Skript umfasst 4 Seiten Text. HINWEIS: Dies ist der ERSTE Teil der Vorlesung Teil 8: Verschuldungskrise und Strukturanpassung - Neoliberalismus statt Neuer Weltwirtschaftsordnung.
Skriptauszug: Interne Ursachen: Die Strategie der binnenmarktorientierten Modernisierung impliziert ein strukturelles Zahlungsbilanzproblem, solange es nicht gelingt, in größerem Umfang industrielle Exporte zu entwickeln: Das ISI-Modell ist abhängig vom Import von Maschinen, Halbfertigwaren und Rohstoffen, die im Land nicht vorhanden sind (häufig: Mineralöl); darüber hinaus wollen transnationale Konzerne häufig auch Gewinne wieder ins Mutterland des Konzern transferieren. Produziert wird jedoch für den Binnenmarkt, Devisenerlöse gibt es keine. Das Modell verlangt daher eine Expansion traditioneller Exporte, d.h. von mineralischen Rohstoffen und/oder Agrarprodukten. Angesichts der tendenziell fallenden Terms of Trade für Rohstoffe verlangt dies ständig wachsende Exportmengen, die den Fall der Terms of Trade verstärken. Ohne ein Wachstum industrieller Exporte führt dieses Modell notwendigerweise in eine Sackgasse, d.h. zwingt zur Beschaffung der notwendigen Devisen durch Kreditaufnahme, wodurch eine V...
Stichwörter: Vortrag
Referent: PD Dr. Wolfgang Hein (Deutsches Übersee-Institut Hamburg)
Länge: 11.19 Minuten
  
Empfehlungen: Entwicklungsländer nach 1945 Teil 7: Krise des Fordismus und die Grundlagen postfordistischer Globalisierung >>> weiter
Entwicklungsländer nach 1945 Teil 9-1: Differenzierungsprozesse im Süden - Ende der Dritten Welt? Erster Teil >>> weiter
Literaturhinweise: Wolfgang Hein, „Die ‚Dritte Welt’ seit 50 Jahren: Aufstieg und Fall eines politischen Begriffs oder: Ungleiche und ungleichzeitige Entwicklung im Globalisierungsprozess“, in: Nord-Süd aktuell, Nr.4/2000, S. 619-644
Manfred Schulz (Hg.), Entwicklung. Die Perspektive der Entwickungssoziologie, Opladen 1997
Peripherie, Heft 65/66, 1997, Schwerpunkt: Die Entwicklungstheorie ist tot – Es lebe die Theorie globaler Entwicklung! (hierin vor allem: Fachübersicht: Von der Theorie der Unterentwicklung zur Theorie globaler Vergesellschaftung, S.81-108)
David Landes, The Wealth and Poverty of Nations. Why Some Are So Rich and Some So Poor, London 1998
Peripherie, Zeitschrift für Politik und Ökonomie in der Dritten Welt, Heft 33/34, 1988 (Schwerpunkt: Umkämpfte Souveränität. Zur Politik von IWF und Weltbank)
Rainer Tetzlaff, Weltbank und Währungsfonds, a.a.O., Kap. 5 und 6
  
 
Hörbücher:
Christentum und europäische Kultur:www.hör-cds.de
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