Personalmanagement
_
_
_
_
Videovorträge
Referenten
Neuerscheinungen
Hilfe
Personalmanagement
Existenzgründung
Coaching
Geschichte
Texte
Hein 2019
Entwicklungsländer nach 1945
Teil 6: Nord-Süd-Konflikt der 1970er Jahre - Höhepunkt des Selbstbewusstseins der Dritten Welt
Inhalt: Seit Ende der 1960er Jahre verstärkte sich das Bewusstsein der Entwicklungsländer, dass sie nur durch auf der Basis eigenständiger Politik (Blockfreienbewegung, UNCTAD/ Gruppe der 77, Rohstoffkartelle) und einer „Neuen Weltwirtschaftsord-nung“ (NWWO) wirtschaftliche und soziale Fortschritte erzielen könnten. In einer Vielzahl internationaler Konferenzen gelang es ihnen im Verlaufe der 1970er Jahre – auch angesichts der ersten Krise der Nachkriegsentwicklung in den Industrieländern (Weltwährungssystem, Ölpreise, Vietnamkrieg) – erhebliche Zugeständnisse zu erzie-len. Der Brandt-Bericht bringt eine Bereitschaft des Nordens zu Kompromissen zum Ausdruck, doch führt die Verschuldungskrise Anfang der 1980er Jahre schließlich zur Durchsetzung neoliberaler Ideen. Das Konzept einer politische ausgehandelten NWWO bleibt eine Episode. Der Film ist mit 6 PDF-Folien unterlegt. Das Skript umfasst 8 Seiten Text.
Skriptauszug: Die Dependenztheorie (Vorlesung 5) war Ausdruck eines gewachsenen Selbstbewusstsein der Entwicklungsländer – es handelte sich um einen eigenständigen theoretischen Ansatz alternativer Eliten der Entwicklungsländer, der forderte, dass diese ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen müssten und sich aus der Abhängigkeit von den IL befreien müssten. Es war offensichtlich: Das Erlangen der politischen Unabhängigkeit reichte nicht aus, um mit ein wenig Unterstützung in Form von Entwicklungshilfe, Investitionen usw. den Vorsprung der Industrieländer rasch aufholen zu können, vielmehr war eine gezielte Veränderung von Strukturen unabdingbar. Dabei konnten die Entwicklungsländern immerhin auf einigen institutionellen Entwicklungen in den 1950er und 60er Jahren aufbauen, wie der Bewegung der Blockfreien, der UNCTAD und ersten Rohstoffkartellen.

So entstand schließlich das umfassende Programm einer „Neuen Weltwirtschaftsordnung“, das immer mehr zur Grundlage des sog. Nord-Süd-Dialogs ...
Stichwörter: Vortrag
Referent: PD Dr. Wolfgang Hein (Deutsches Übersee-Institut Hamburg)
Länge: 21.06 Minuten
  
Empfehlungen: Entwicklungsländer nach 1945 Teil 7: Krise des Fordismus und die Grundlagen postfordistischer Globalisierung >>> weiter
Literaturhinweise: Ulrich Menzel, Geschichte der Entwicklungstheorie. Einführung und systematische Bibliographie, Hamburg 1995 (3. Nochmals überarbeitete und erweiterte Aufl.)
Khushi M. Khan, Nord-Süd-Dialog: Ende oder Wende, Hamburg 1989 (mit Dokumenten der wichtigsten Konferenzen
Volker Matthies (Hg.), Süd-Süd-Beziehungen. Zur Kommunikation, Kooperation und Solidarität zwischen Entwicklungsländern, München 1982
Michael P. Todaro/ Stephen C. Smith, Economic Development, 8.Aufl., Boston 2003
Nord-Süd-Kommission (Brandt-Kommission), Das Überleben sichern, Köln 1980
Peripherie, Heft 65/66, 1997, Schwerpunkt: Die Entwicklungstheorie ist tot – Es lebe die Theorie globaler Entwicklung! (hierin vor allem: Fachübersicht: Von der Theorie der Unterentwicklung zur Theorie globaler Vergesellschaftung, S.81-108)
  
 
Hörbücher:
Christentum und europäische Kultur:www.hör-cds.de
© Medienverlag Kohfeldt 2008 - Alle Rechte vorbehalten - AGB - Datenschutz - Rechtshinweis - Impressum - Projekt - Russland - Griechenland - Existenzgründung - CD Kopierservice - Studie - Personalmanagement