Personalmanagement
_
_
_
_
Videovorträge
Referenten
Neuerscheinungen
Hilfe
Personalmanagement
Existenzgründung
Coaching
Geschichte
Texte
Irrgang 2019
Biotechnologie - Gentechnologie
Synthetische Lebewesen
Inhalt: Der Begriff des synthetischen Lebens, des „künstlichen Lebens“ oder „artificial life“ wirft viele Probleme mehr oder weniger grundsätzlicher Art auf, von denen die meisten als ungeklärt gelten dürfen (Irrgang 2003c). Dieser Begriff setzt eigentlich voraus, dass wir wissen, was Leben ist. Aber hier fangen bereits die Probleme an. Zu diesen gehören die Fragen: Ist jede Veränderung eines Gens in einem transgenen Tier bereits synthetisches Leben? Wenn ja, dann haben wir einen sehr weiten Begriff von synthetischem Leben vor uns, der jede genetische Manipulation mit einbegreift, wenn nein, dann haben wir ein Abgrenzungsproblem. Und sind Nachkommen von Tieren im Sinne von synthetischem Leben auch als synthetisches Leben zu begreifen und welche Bedingungen müssen hier angesetzt werden? Welche Veränderungen eines Organismus im Vergleich mit anderen Exemplaren seiner „Art“ müssen künstlich induziert werden, um überhaupt von synthetischem Leben sprechen zu dürfen? Die natürliche Bandbreite der Variabilität innerhalb von Populationen erschwert die exakte Bestimmung synthetischen Lebens, vor allem, wenn das verwendete Gen nicht synthetisch hergestellt ist, sondern von einem anderen Organismus (auch von einer anderen Art) stammt.

Das Skript umfasst 8 Seiten Text.
Skriptauszug: Die technologische Konstruktion artifizieller Lebensformen setzt in hohem Maße wissenschaftliches und technisches Know that und Know how voraus. Allerdings ist anzunehmen, dass artifizielle Lebensformen zumindest für eine gewisse Anfangszeit den Charakter von black boxes nicht ganz ablegen werden können. Man wird probieren müssen beim Entwerfen artifiziellen Lebens und dabei auch Risiken eingehen. Aber es wird ein hohes Maß an Wissen erforderlich sein für das technische Konstruieren von Lebewesen, wahrscheinlich mehr als bei einer genetischen Manipulation eines Organismus. Die Bioingenieurkunst verspricht die Synthese von Biologie und Technik. Das Leitbild aber gibt nicht die Biologie ab, sondern die Ingenieurkunst. Es handelt sich um ein Konstruktionsideal. Dafür sind wichtig (1) die genetische Codierung, (2) die epigenetische organismische Entwicklung und (3) die Konstruktionsziele für den Organismus. Die Übergänge zwischen herkömmlicher Züchtung, der Manipulation einzelner Gene bis ...
Stichwörter: Vortrag
Referent: Prof. Dr. Dr. Bernhard Irrgang (Technische Universität Dresden)
Länge: 19.27 Minuten
  
Empfehlungen: Biotechnologie - Gentechnologie Embryonale Entwicklung und Organisation eines Lebewesens >>> weiter
Biotechnologie - Gentechnologie Gentechnologie in der Produktion von Medikamenten und Nahrungsmitteln >>> weiter
  
 
Hörbücher:
Christentum und europäische Kultur:www.hör-cds.de
© Medienverlag Kohfeldt 2008 - Alle Rechte vorbehalten - AGB - Datenschutz - Rechtshinweis - Impressum - Projekt - Russland - Griechenland - Existenzgründung - CD Kopierservice - Studie - Personalmanagement